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Das pädagogisch-therapeutische Training bei CityCampus

Im Anschluss an die bereits erläuterte Diagnostik des Kindes, die Beratung der Eltern, die organisatorische Therapieplanung mit den Eltern (wie das Finden geeigneter Kurstage und –zeiten, die es der Familie auf Dauer ermöglichen, den organisatorischen Rahmen zu schaffen und eine Therapie über längere Dauer durchzuhalten) folgt das Erstellen eines Förderplans.

Das einübende Therapieverfahren erfolgt bei Legasthenie und LRS in der Regel zunächst im Einzelunterricht, in Einzelfällen auch in alters- und leistungshomogenen Kleingruppen (max. 5 Schüler/innen), zunächst in der Regel 1x pro Woche für 60 Minuten, ausschließlich unter Anleitung von speziell ausgebildeten Lerntherapeuten. LRS bzw. Legasthenie ist keine Krankheit oder Behinderung. Dies soll gerade auch den betroffenen Kindern vermittelt werden. Darum haben wir uns entschieden, den Begriff "LRS-Training" oder "Legasthenie-Training" zu verwenden und nicht von einer Therapie zu sprechen. Ähnlich wie im Training beim Sport geht es vielmehr darum, bestimmte Dinge zu trainieren, die (noch) nicht auf Anhieb gut klappen.

So werden mit Hilfe von individuell konzipierten mehrkanalig ausgerichteten Fördermaterialien die wichtigsten Phoneme des deutschen Grundwortschatzes eingeübt und zu Wörtern, Sätzen und Texten ausgebaut. Gezielt werden Übungen zur Artikulation und Lautdiskrimination durchgeführt (Training der auditiven Wahrnehmungsverarbeitung). Unterstützend kommen dazu auch computer- und audiogestützte Lese- und Schreibprogramme zum Einsatz.
Fehlerschwerpunkte wie Groß-/Kleinschreibung, Dopplung/Dehnung, sowie Ableitung werden durch streng strukturiertes Regeltraining verbessert. Das verbesserte Lautbewusstsein trägt zum Erkennen der Wortstrukturen bei und bildet die Grundlage für das Aneignen von Prüfmechanismen und die allmähliche Automatisierung orthographischer Regeln. Das Schreibtempo wird gesteigert und die Lesbarkeit der Schrift verbessert. Gleichzeitig werden durch gezielte und individuell ausgesuchte Leseübungen die Lesegeschwindigkeit, Lesegenauigkeit und das Leseverständnis verbessert. Zur qualitativen Verbesserung der Leistungen wird die Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit und der Aufmerksamkeitsdauer angestrebt, um Überforderungen, Ermüdungserscheinungen und Konzentrationseinbrüchen entgegenzuwirken.

Verhaltenstherapeutische Grundsätze helfen bei der Verbesserung von bereits erläuterten Lernstörungen, Konzentrations- und Motivationsschwächen. Darüber hinaus tragen sie zur Verbesserung oder Vermeidung von Folgestörungen und zur Vermittlung effektiver Lern- und Arbeitstechniken sowie zum Aufbau von Verhaltensstrategien und sog. »Prüfroutinen« (hauptsächlich bei Stressanfälligkeit, Blockaden in Prüfungssituationen, Übertragungsschwierigkeiten von individuellen Fortschritten auf Schulsituationen usw.) bei. Durch Vermittlung von Erfolgserlebnissen u.a. durch »Abholen« der Kinder beim momentanen Leistungstand, direkte Rückmeldung und Belohnungssysteme (»token-Programm«) erfolgt ebenfalls der Aufbau von Arbeitsmotivation und »Durchhaltevermögen«.

Der lerntherapeutische Ansatz zeigt sich hilfreich auch zur Verbesserung von z.B. ADHS +H/-H und ADHS -ähnlichen Symptomen, Selbstwertproblematiken, Motivationsschwächen, Konzentrationsproblemen, sozialen Fähigkeiten sowie zur Erzeugung von Selbständigkeit, Selbstverantwortlichkeit und Unabhängigkeit von späteren Hilfsmaßnahmen (wie z.B. Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung, usw.).

Alle Materialien werden von CityCampus während der Förderstunden ausgegeben und bearbeitet. Jede Therapiesitzung wird komplett abgeschlossen. Im Bereich der LRS- und Legasthenietherapie erhalten die Kinder in der Regel auch Arbeitsmaterialien für zu Hause, die von den Kindern selbständig zu bearbeiten sind, um eine vollständige Automatisierung zu erreichen.

Die Förderdauer beträgt in der Regel mindestens 1 Jahr; sie kann sich, je nach Förderbedarf und individuellem Verlauf bis zu 3 Jahren ausdehnen. Die Dauer des Trainings hängt immer vom Einzelfall ab (z.B. Schwere der Ausgangslage, Alter, Klassenstufe, Folgestörungen, Arbeitshaltung, häusliches und schulisches Umfeld, etc.), und die Länge der Behandlung kann im Einzelnen nicht genau vorhergesagt werden. Der Lernfortschritt der Kinder wird durch regelmäßige Testreihen überprüft. Die Erfahrung zeigt, dass bei einem vorzeitigen Abbruch der Therapie der Erfolg gefährdet ist bzw. ein bereits erreichter Fortschritt der Leistungen wieder verschwindet.

Therapieziele und Ausblicke

Den Kindern sollen durch die Teilnahme an einem Trainingsprogramm bei CityCampus folgende Fähigkeiten für ihr weiteres Schul- und Berufsleben vermittelt werden:

  • Selbstverantwortlichkeit im Umgang mit eigenen Schwächen sowie die Selbsterkenntnis, diese aus eigener Kraft überwinden zu können (»Anstrengungen lohnen sich«, Vermeidungen und Verweigerungen sind keine Lösungen, sondern führen lediglich in »Sackgassen«).
  • Weitgehende Unabhängigkeit des Kindes im weiteren Schulverlauf von ständigen Hilfen im Schriftsprachbereich. Einsatz der meist guten kognitiven Fähigkeiten des Kindes in selbständigen weiteren Übungsmaßnahmen, die der Überwindung der Schwäche dienen und nicht mehr der möglichst nachhaltigen Vermeidung von Lesen und Schreiben.
  • Erbringung von alters- bzw. klassen- und schulformgerechten und den Gesamtfähigkeiten angepassten Lese- und Schreib-Leistungen.
  • Einschlagen eines der Allgemeinbegabung entsprechenden Schul-, Ausbildungs- und Berufsweges.