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Lernförderung im Rahmen des Bildungspaketes

1. Wer kann eine Lernförderung beantragen?

Einen Antrag auf Lernförderung im Rahmen des Bildungspaketes können alle Familien beantragen, die eine der folgenden Leistungen beziehen. Wichtig ist, dass diese Leistungen zum Zeitpunkt der Antragsstellung bezogen werden:

  1. Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld (aka Hartz IV) oder
  2. Sozialhilfe, Wohngeld, den Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem AsylbLG

Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Schüler, für den die Lernförderung beantragt werden soll, Probleme beim Erreichen das Klassenziels hat oder diese Probleme zu erwarten sind. In der Regel ist damit die Versetzung in die nächste Klassenstufe gemeint. Ausnahmen werden durch die Fachlehrer definiert.

2. Wo wird die Lernförderung beantragt?

Die hier angegebenen Adressen sind für eine Beantragung von Lernförderung in Ludwigshafen! Für alle anderen, die sich auf dieser Seite umsehen: Hier ist der Link auf die Seite des BMAS mit allen Anlauf- und Beratungsstellen.

Empfänger von ALG2 und Sozialgeld stellen ihren Antrag bei:

Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen
Berliner Str. 23a
67059 Ludwigshafen

Wer eine andere der oben angegebenen Unterstützungen erhält, für den ist dies die richtige Anlaufstelle:

Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein
(Bereich Soziales und Wohnen)
Europaplatz 1, Büro 219
67063 Ludwigshafen

3. Welche Unterstützung wird genehmigt?

Im Bereich der Lernförderung wird die Unterstützung genehmigt, die die Fachlehrer für notwendig erachten, um einem Schüler "das Erreichen des Klassenziels" zu ermöglichen. In diversen Entscheidungen wurde mittlerweile festgestellt, dass mit dieser Formulierung nicht nur das Erhalten eines Versetzungs- bzw. Abschlusszeugnisses gemeint sein kann, sondern durchaus auch eine deutliche Verbesserung der schulischen Leistungen als Ziel der externen Lernförderung (Nachhilfe) eingeschlossen ist.

Uns ist z.B. ein Fall bekannt, in dem ein Schüler nach Erreichen des Hauptschulabschlusses die "Mittlere Reife" machen wollte. Auf Grund seines persönlichen Werdeganges hatte dieser Schüler fast keinerlei Kenntnisse in der englischen Sprache, meisterte die übrigen Fächer jedoch ohne Probleme. Ein Schulabschluss war bei den vorliegenden Noten sichergestellt. Durch eine Entscheidung des Fachlehrers wurde jedoch eine externe Förderung befürwortet, damit der Schüler sich auch in Englisch seinen übrigen Leistungen entsprechend entwickeln konnte. Dieser Förderantrag wurde durch das Jobcenter schon zu Beginn des Schuljahres bis zum Schuljahresende (inkl. Verlängerungsantrag) genehmigt. Der Schüler schaffte im Abschlusszeugnis der Realschule ein "befriedigend".

Schlussendlich liegt die Entscheidung darüber, welche Fächer in welcher Häufigkeit gefördert werden sollen, alleine im Ermessen der jeweiligen Fachlehrer. Daher empfehlen wir allen betroffenen Schülern und Eltern das Gespräch mit dem Fachlehrer zu suchen, um einen eventuellen Antrag und den Förderbedarf abzuklären.

Bildung und Teilhabe: Lernförderung beantragen
Ablauf bei einer Beantragung
von Lernförderung im Rahmen
des Bildungspaketes
(Bildung und Teilhabe)

4. Wie ist der Ablauf?

  1. Zuerst muss beim Jobcenter bzw. der Stadt das Antragsformular für Bildung und Teilhabe besorgt werden. Dieses besteht aus zwei Teilen: Einmal das eigentliche Antragsformular und einmal ein Formular, das von den Lehrern an der Schule auszufüllen ist. Falls Probleme beim Ausfüllen auftreten, stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
  2. Danach sollte ein ausführliches Gespräch mit den Fachlehrern stehen. Darin sollte ausführlich der Förderbedarf des Schülers ermittelt werden. Wichtig ist, dass beide Seiten während des Gespräches ihre Ansichten äußern und am Ende des Gespräches ein für den Schüler hilfreiches Ergebnis steht. Vor dem Gespräch sollten folgende Überlegungen stehen:
    • Was ist mein Eindruck vom Unterricht und dem Lehrer?
    • Wie schätze ich die Leistungen und Fähigkeiten meines Kindes ein?
    • Wie sieht der Lehrer die Leistungen meines Kindes?
    • Wie sieht es mit den Leistungen aus, wenn man den persönlichen Eindruck dem des Lehrers gegenüber stellt?
    • Welche Maßnahmen sollten Ihrer Meinung nach getroffen werden um ihrem Kind zu helfen und welche davon könnten in der Schule durchgeführt werden?
    • Welche Maßnahmen hätten sie gerne explizit außerhalb des schulischen Unterrichts und warum?
    Einen ausführlichen Leitfaden für Eltern-Lehrer-Gespräche können Sie sich auf der Seite des Bundesverbandes inhabergeführter Nachhilfeschulen herunterladen.
  3. Nun müssen die Fachlehrer den Förderbedarf in das entsprechende Formular des Amtes eintragen. Dies sollte idealerweise gleich im Rahmen des Eltern-Lehrer-Gespräches stattfinden, damit unnötige Verzögerungen bei der Förderung des Schülers vermieden werden.
  4. Mit beiden Formularen kommen sie dann zu CityCampus. Wir erstellen Ihnen dann umgehend ein Angebot/Kostenvoranschlag für das Jobcenter bzw. die Stadtverwaltung.
  5. Nun sind die Unterlagen vollständig und können direkt bei Jobcenter bzw. Stadtverwaltung abgegeben werden.

Die Bearbeitungszeit der Anträge variiert und liegt zwischen einer und acht Wochen. Bisher wurden alle korrekt (vollständig, angemessen, erfüllte Voraussetzungen) beantragten Förderungen genehmigt. Der Zeitpunkt der Genehmigung bezieht sich auf den Zeitpunkt der Antragsstellung. Daher ist es evtl. sinnvoll direkt mit einer entsprechenden Förderung zu beginnen.

Die kompletten Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.